Hanser Rauschen

Hanser Rauschen

Mit Katja Oskamp, Jackie Thomae und Carolin Würfel in Ostdeutschland

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"So isser, der Ossi", titelte der SPIEGEL in diesem Herbst. Zum 30. Jahrestag des Mauerfalls hinterfragt eine in Ostdeutschland aufgewachsene Runde in unserer 17. Podcastfolge diesen kleinen Satz nach allen Regeln der Kunst. "Die Ostdeutschen" als eine homogene Spezies gibt es nämlich gar nicht, wenn viele verschiedene individuelle Erfahrungen und Meinungen zusammenkommen. Karsten Kredel, Verlagsleiter von Hanser Berlin sprach mit den Schriftstellerinnen Katja Oskamp, Jackie Thomae und Carolin Würfel, die alle in diesem Jahr bei Hanser Berlin Bücher veröffentlicht haben, über kollektive und ganz persönliche Erinnerungen an ihre Jugendjahre in der DDR und an den Mauerfall, über Klischees und Ostalgie und darüber, welche Spuren die jüngere deutsche Geschichte bei allen dreien hinterlassen hat.

Mit Tommy Wieringa in den abgehängten Gebieten

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Die Provinz ist wichtig für die aktuelle europäische Literatur – für eine Literatur jedenfalls, die sich dafür interessiert, wie Menschen leben, denken und fühlen, die nicht am Leben der ganz direkt an den Zeitgeist angeschlossenen Mittelschichten in den Metropolen teilnehmen.
Die Welt an der Peripherie und von der Peripherie aus betrachten, das macht auch der holländische Schriftsteller Tommy Wieringa in seinem Roman „Santa Rita“ – 2017 in den Niederlanden erschienen und dort ein ungeheuer viel gelesenes Buch, das große Preise bekam und auch auf der Liste zum internationalen Man Booker Prize stand. Es spielt in Twente, an der deutsch-niederländischen Grenze, in einer sogenannten Schrumpfregion. Tommy Wieringa, 1967 geboren, wuchs dort auf, lebt heute in der Nähe von Amsterdam auf einem Bauernhof und hat bei Hanser bereits vier Romane veröffentlicht. Übersetzt wurden sie ebenso wie die in diesem Herbst erschienene „Santa Rita“ von Bettina Bach, in Deutsch lektoriert von Tatjana Michaelis, die das Gespräch mit Tommy anlässlich der Präsentation der deutschen Ausgabe in der Niederländischen Botschaft in Berlin führte. Viel Spaß beim Zuhören!

Mit Paulus Hochgatterer beim Katzenfüttern

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Am Ende dieser Folge von Hanser Rauschen sind die Gin Tonics ausgetrunken und gibt es gleich Abendessen – davor passiert an einem schönen Abend im späten August allerhand. Und das auf der Terrasse des Schriftstellers Paulus Hochgatterer, der sich für „Hanser Rauschen“ mit seiner Lektorin Martina Schmidt getroffen hat. Martina war viele Jahre lang die Verlagsleiterin des Deuticke Verlages und ist erst vor wenigen Wochen in den Ruhestand gegangen.
Mit dem 1961 geborenen Paulus Hochgatterer blickt sie auf vieles zurück und dabei auch in die Gegenwart und nach vorn: Es geht um Paulus Hochgatterers weiteren Beruf als Kinderpsychiater, um seinen Perfektionismus beim Schreiben und Leben, um Segeln und Nackt-Segeln, um eine Literatur, die unter anderem immer auch vom Bösen erzählen will, um Huckleberry Finn und die neue Katze der Hochgatterers. Und neben all dem wird natürlich auch über seinen neuen Roman: „Fliege fort, fliege fort“ gesprochen, von dem die beiden in verheißungsvollen Andeutungen zu erzählen haben. Viel Spaß!

Mit Ocean Voung beim Freisein

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„Lass mich von vorn anfangen“, mit diesem Satz beginnt Ocean Voungs Roman „Auf Erden sind wir kurz grandios“, übersetzt von Anne-Kristin Mittag – ein Buch, das in diesem Herbst in aller Munde ist. Erst im September war der Dreißigjährige in Deutschland zu Besuch und stellte sein Debüt in Hamburg und Berlin erstmals vor internationalem Publikum vor. Vor einem dieser Lesungsereignisse sprach er für diese Podcast-Folge mit seinem Lektor bei Hanser Piero Salabè: Über das Buch, seine Form und Hintergründe ebenso wie über Oceans Lyrikband „Night Sky with Exit Wounds“, der im nächsten Frühjahr in deutscher Übersetzung erscheinen wird. Gesprochen wird außerdem über literarische Vorbilder, über die Beziehung von autobiografischen und fiktionalen Aspekten in Oceans Texten, über US-amerikanische Bildungsromane, US-amerikanische Selbstbilder und das Leben als Immigrant in den Vereinigten Staaten. Immer wieder geht es um das Schreiben und seine Möglichkeiten – um Literatur als einen für alle gemeinsam betretbaren Ort der Freiheit.

Mit Ernest Wichner beim Aufheben der Schwerkraft

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Ernest Wichner, geboren in der damaligen Volksrepublik Rumänien, war bereits früh im berühmten Schriftstellerkreis Aktionsgruppe Banat aktiv, siedelte 1975 nach Deutschland über und leitete viele Jahre das Berliner Literaturhaus. Für seine Übersetzungen aus dem Rumänischen wurde er bereits zweimal für den Leipziger Buchpreis nominiert. Aktuell hat er Mircea Cărtărescus neuen – und fast 1000 Seiten dicken – Roman „Solenoid“ übersetzt: Der rumänische Schriftsteller ist so etwas wie der Mystery Man der Weltliteratur, ein großer Schriftsteller monumentaler Fantasiemaschinen von Großromanen, wie sie nicht alle Tage erscheinen. Mit Florian Kessler sprach Ernest Wichner über das Übersetzen von Weltliteratur, über osteuropäische Literatur und ihren Weg zu deutschsprachigen Lesern und nicht zuletzt über diesen sehr besonderen Autor Mircea Cărtărescu und sein großes, vor Schönheit und Seltsamkeit schier schwebendes, am 23. September erscheinendes Werk.

Mit Zoë Beck beim Einfach-Selbermachen

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Zoë Beck schreibt sehr erfolgreich eigene Bücher, ist Verlegerin, übersetzt – zuletzt den gerade vieldiskutierten Roman "Gespräche mit Freunden" von Sally Rooney –, verfasst Drehbücher und organisiert jede Menge Initiativen im Literaturbetrieb, zum Beispiel das Bündnis "Verlage gegen rechts". Zoë hat, kurzum, in äußerst viele Richtungen äußerst produktive und kreative Arbeitstage. Für diese Folge von "Hanser Rauschen" hat sie sich trotzdem schön viel Zeit genommen und mit unserer Lektorin für internationale Literatur Tatjana Michaelis über Arbeiten, Zeithaben, Schreiben, Nicht-Schreiben und noch viel mehr gesprochen. Viel Spaß!

Mit Thomas Girst im rasenden Stillstand

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Jaja, Zeit, wenn man die mal hätte! In seinem Buch "Alle Zeit der Welt" erzählt Thomas Girst wunderschöne und faszinierende Geschichten über Dinge, die sehr viel Zeit brauchen. Dieses Thema ist umso verblüffender, da Thomas Girst, der hauptberuflich das Kulturmanagement von BMW leitet, ein wahrhaft vielbeschäftigter Mensch und auf der ganzen Welt unterwegs ist – manch einer behauptet sogar, man könne ihn bisweilen an zwei Orten gleichzeitig entdecken. Mit seinem Lektor Tobias Heyl spricht Girst über eine Welt, in der Zeit ungeheuerlich begrenzt ist. Was ist überhaupt wichtig bei der Arbeit und im Leben? Was will man erreichen, wozu ist der Mensch fähig? Vielleicht ja unter anderem dazu: Visionen, Projekte, Dinge zu entwickeln, die über Jahre, Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte hinweg wirken – etwa zum Beispiel Bücher.

Mit Rafik Schami beim Telefonieren mit Damaskus

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Wir feiern ein erstes kleines Podcast-Jubiläum mit einem großen Autor: In der zehnten Hanser Rauschen-Folge spricht Tatjana Michaelis, Lektorin für internationale Literatur, mit Rafik Schami. Dessen neuer Roman „Die geheime Mission des Kardinals“ ist soeben erschienen und schon in aller Munde.
Rafik Schami spricht über das Buch und über noch viel mehr: Über Aberglaube in der westlichen Welt und in Syrien, über Ideen und das Recherchieren für Romane und ebenso über seine Anfänge als unbekannter Schriftsteller in Deutschland vor vielen Jahren. Er berichtet, mit welchen Mühen er in die deutschsprachige Literatur hineinfand, indem er etwa ganze Romane der Weltliteratur Satz für Satz abschrieb, worauf er beim Schreiben hofft, und warum das mündliche Erzählen für ihn mindestens ebenso wichtig wie das Schreiben ist. Und er verrät, welchen wichtigen Rat ihm einst sein Vater mit auf den Weg gab.

Mit Chris Möller, Lara Sielmann und Till Severin beim Feuerwerk-Planen

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Vom 12. bis zum 15. September 2019 steigt in Nürnberg das Festival der Unabhängigen Lesereihen, kurz ULF. Literaturfestivals gibt es viele, und auch viele sehr gute – das ULF-Festival wird dennoch etwas sehr besonderes. Denn es ermöglicht erstmals den Blick auf die unglaublich guten und vielen selbstorganisierten freien Lesereihen in allen möglichen Städten, und damit einen ganz neuen Blick auf deutschsprachige Gegenwartsliteratur. Organisiert wird ULF von einem größeren Team von Leuten, von denen sich für den Podcast Chris Möller, Lara Sielmann und Till Severin zum Gespräch getroffen haben. Es geht um Catering und Kulturpolitik, um sich verändernde Ästhetiken und darum, was Kollektive für die Literatur bedeuten können, um die Schönheit des Lesens und die Schönheit des Vorlesens und um das große Glück auf der Tanzfläche eines Literaturfestivals. Und zwar des kommenden ULF-Festivals, Mitte September, das wird großartig!

Mit Julya Rabinowich beim Austernessen

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Julya Rabinowich hat schon viel erlebt – Sie hat Austern gegessen in Darmstadt beispielsweise, mit fürchterlichen Folgen. In dieser neuen Folge von Hanser Rauschen erzählt sie im Gespräch mit unserer Kinder- und Jugendbuchlektorin Ruth Nikolay diese und viele andere Geschichten aus ihrem Alltag als Autorin. Julya schreibt Bücher für alle Generationen, zuletzt ist ihr Jugendbuch »Hinter Glas« erschienen, in unserem Wiener Tochterverlag Deuticke hat sie unter anderem die Romane »Krötenliebe« und »Spaltkopf« veröffentlicht. Apropos Wien: Julya hat ein paar äußert nützliche Empfehlungen für den nächsten Besuch in ihrer Heimatstadt und verrät außerdem, wie mit den Wienern am besten umzugehen ist.

Über diesen Podcast

Hier spricht und fragt der Hanser Verlag. Seine Lektorinnen und Lektoren reden mit Buchmenschen, Lesenden, Autorinnen und Autoren. Dabei geht es um alles, was in Bücher passt und außenrum passiert.

von und mit Carl Hanser Verlag

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